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Wettbewerbsvorbereitungen

Noch 73 Tage bis zur MPDA (=Miss Pole Dance Autria) und ich stecke mitten in den Vorbereitungen. Doch was genau heißt das eigentlich?

- Die Musikauswahl: Das war mein persönliches Sorgenkind! Dank der Hilfe eines besonders netten Mädls auf Facebook habe ich dann aber nach stundenlangem youtuben endlich ein Lied gefunden, dass zu mir passt. Schön langsam und depressiv, genau so wie ich es mag. Ich bin vielleicht eine Power-Frau, aber Power-Songs passen eher nicht zu mir.

- Das Thema: Die Musik war ausgewählt und ich musste mich der nächsten Herausforderung stellen - worum soll es eigentlich gehen? Laut Bewertungskriterien musste ich mir etwas überlegen, was ich dem Publikum vermitteln wollte. Einfach nur "drauf los tanzen", "schön aussehen" und "rhythmisch bewegen" ist leider nicht genug. Es soll auch "um etwas gehen".

- Das Kostüm: Sobald ich das Thema hatte, war das Kostüm gar kein Problem mehr. Auch hier habe ich wieder tolle Unterstützung von der Community erhalten, da mir jemand mein Kostüm schneidern wird. Es dürfen ja keine Logos abgebildet sein, das heißt irgendwo kaufen fällt schon mal flach.

- Die Choreographie: Das war das kleinste Problem! Beflügelt durch die großartige Musik hatte ich binnen kürzester Zeit etwas zusammengestoppelt, was über die Tage hinweg immer wieder ausgebessert und verändert wurde. Es ist noch nicht perfekt, aber ich arbeite daran.

- Die Proben: Ja und hier stieß ich dann schließlich auf ein wirkliches Problem. Zuhause habe ich zwar eine Stange, aber eben nur eine. Bei der MPDA muss ich allerdings an 2 Stangen tanzen (andernfalls gibt es Punkteabzüge). Also was tun? Ich muss wohl in den sauren Apfel beißen und mir die eine oder andere (teure) Privatstunde leisten.

- Das Coaching: Ich bin zwar Profi auf dem Gebiet Ballett, aber von Pole Dance habe ich nur wenig Ahnung. Daher habe ich mir Hilfe geholt und im Zuge der Privatstunden die Trainerin um Hilfe gebeten.

Obwohl ich es auf eigene Faust schaffen wollte, musste ich bald feststellen, dass das nicht so einfach ist. Aber dank der großartigen Community und den netten Menschen die ich mittlerweile kennen lernen durfte, habe ich einen guten Start hingelegt. Es ist noch ein weiter Weg bis zum perfekten Auftritt, aber die ersten Schritte sind gemacht und ich freue mich darauf weiter trainieren zu können und vielleicht, aber nur vielleicht, am Ende "vom Stocker'l'" winken zu können.

22.4.15 15:00, kommentieren

Warum wollen wir nicht zum Arzt?

Keine/r macht gerne eine Pause, insbesondere wenn er/sie einen Sport gefunden hat, der Spaß macht.

Heute habe ich mich mit 2 Freunden unterhalten. ER hat möglicherweise eine Blinddarmentzündung oder einen Leistenbruch, SIE hat es beim Training zu gut gemeint und hat sich den Ellenbogen verletzt.

ER ist nach 8 Wochen zum Arzt gegangen. 8 Wochen in denen er nicht trainiert hat, weil die Schmerzen zu groß waren. Die Prognose lautet, dass er weitere 2 Monate nicht trainieren wird.

SIE hat die Schmerzen seit 5 Tagen und meint, dass es auch von alleine wieder gut wird.

Warum gehen wir Sportler so ungern zum Arzt? Ich bin da keine Ausnahme. Ich hatte 2 Jahre Schmerzen im Rücken, ich dachte das wäre eine Alterserscheinung. Nach 2 Jahren ist es plötzlich schlimmer geworden und ich ging zum Arzt. Eine Spritze später hatte ich keine Schmerzen mehr - nie wieder. Es war eine simple Entzündung die der Körper nicht selbst auskurieren konnte.

Aber was ist so schlimm daran zum Arzt zu gehen?

1. Der Zeitaufwand: Wenn man nicht gerade Richy Rich ist, muss man zu einem Kassenarzt gehen. Erst bekommt man keinen Termin, wird von verschiedenen Ärzten sogar abgewiesen, weil sie keine neuen Patienten aufnehmen und dann muss man im meist überfüllten Warteraum auch noch ewig lang warten. Dass das keinen Spaß macht ist klar.

2. Die Gewissheit: Bis man beim Arzt war kann man sich einreden, dass es "eh nicht so schlimm ist", dass das "Zwicken bestimmt wieder aufhört". War man aber erst mal beim Arzt, dann hat man die Fakten - und die können auch mal nicht so schön sein.

3. Die Diagnose: Hand auf's Herz, wir wissen doch alle, was uns fehlt, noch bevor wir beim Arzt waren und es kränkt unser Ego, wenn wir am Schluss eine ganz andere Diagnose bekommen, als wir uns gedacht haben.

4. Der Heilungsprozess: Egal ob eine simple Salbe, ein paar Tabletten oder im schlimmsten Fall eine Operation - wir wollen ja doch am liebsten durch Handauflegen wieder gesund werden. Dass der Heilungsprozess aber nicht von heute auf morgen von statten geht stört uns.

5. Einschränkungen: Der Arzt verordnet am liebsten Ruhe und Pausen vom Sport, das ist nun einmal das Wirkungsvollste wenn es um Verletzungen oder Erkrankungen geht. Wir lassen uns aber nicht gerne in unser Leben rein pfuschen und schon gar nicht, wenn wir auf etwas verzichten sollen, das Spaß macht.

Mein Fazit:
Der Weg zum Arzt ist nicht immer angenehm, manchmal muss man unangenehme Therapien über sich ergehen lassen. Aber am Ende erfüllt doch alles nur einen Zweck: Dass es uns wieder gut geht! Wir wollen trainieren, wir wollen lachen, wir wollen Freude am Leben haben. Und gerade deshalb ist es so wichtig so rasch als möglich zum Arzt zu gehen, um unsere Lebensqualität zurück zu erhalten oder sie im Idealfall sogar noch zu steigern.

21.4.15 16:46, kommentieren